Umsetzung der Zweisprachigkeit von Werbeplakaten ist schwierig

Die meisten Firmen verzichten aus Kostengründen auf zweisprachige Kampagnen. So auch am Bahnhof Biel – trotz Empfehlungen der Plakatgesellschaft APG. Dank digitalen Werbeträgern dürfte die Zweisprachigkeit in der Werbung aber künftig mehr Platz bekommen.

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Bildlegende: Zweisprachigkeit ist Firmen zu teuer, deshalb sind beim Bahnhof Biel fast nur deutschsprachige Werbeplakate zu sehen. Keystone

Beim Bahnhof Biel sind fast nur deutschsprachige Werbeplakate zu sehen. Der Rat für französischsprachige Angelegenheiten findet dies frustrierend. «Zweisprachige Kampagnen sind vielen Firmen zu teuer», sagt Sabine Tschopp. Sie ist Mediensprecherin der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG, die am Bahnhof Biel für die Bewirtschaftung der Werbefläche zuständig ist.

«Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass in Biel die Zweisprachigkeit stark verankert ist», so Tschopp. Sie würden den Werbeagenturen auch entsprechende Empfehlungen abgeben. Weshalb die grossen Werbeagenturen, die auch in der Romandie tätig sind, ihre französischsprachigen Plakate nicht auch in Biel einsetzen, kann Tschopp nur vermuten: «Möglicherweise ist der finanzielle Aufwand immer noch zu gross.»

Weniger Aufwand mit digitaler Werbung

Die Möglichkeiten der digitalen Werbung dürfte jedoch Abhilfe schaffen. «Mit digitalen Bildschirmen ist es natürlich einfacher, Sujets in zwei verschiedenen Sprachen aufzuschalten», so APG-Mediensprecherin Sabine Tschopp. In Zukunft wird also wohl mehr Werbung sowohl auf französisch als auch auf deutsch zu sehen sein. Gerade auch in Biel, denn dort will die APG vermehrt auf digitale Werbeträger setzen.