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Unwetterkatastrophe 1993 Brig wird diese Bilder nie vergessen

Vor 25 Jahren wurde die Innenstadt von Brig im Wallis von der Saltina überflutet. Zwei Frauen verloren ihr Leben.

Am Freitag, 24. September 1993 gegen 16:00 Uhr trat in Brig die Saltina über die Ufer. Der tosende Fluss riss Bäume aus, flutete die Innenstadt und brachte viel Schutt und Geröll. Zwei Frauen verloren bei der Unwetterkatastrophe vor 25 Jahren ihr Leben. Die beiden Frauen arbeiteten in einem Schuhgeschäft und konnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen.

Louis Ursprung, Stadtpräsident von Brig-Glis war bereits damals im Stadtrat, der Stadtregierung. Er hat die Katastrophe hautnah miterlebt. «Wir nahmen in meinem Büro Menschen auf, die sich vor dem Wasser retten mussten. Es war ein grosses Ohnmachtsgefühl.»

Wir spürten alle eine grosse Ohnmacht.
Autor: Louis UrsprungStadtpräsident von Brig-Glis

Ambros Summermatter arbeitete ganz in der Nähe, der Saltina. Er sah wie der Fluss über die Ufer trat: «Die Saltina hatte eine unglaubliche Wucht. Sie riss Bäume aus und plötzlich kam das Wasser. Es ging alles sehr schnell.» Bernadette Erpen betreibt seit Jahrzehnten einen Kiosk in der Briger Bahnhofstrasse. Sie musste vor dem Wasser flüchten. «Diese Bilder werde ich nie vergessen. In Brig sah es aus wie in einem Krieg. Alles war zerstört.»

In Brig sah es aus wie in einem Krieg. Alles war zerstört.
Autor: Bernadette ErpenKioskfrau

Verkäuferin Sandra Wyer erinnert sich daran, wie sie während der Nacht in der Loeb-Filiale in Brig ausharren musste. Auch William Ploeg, der damals im Kollegium in Brig war, konnte nicht nach Hause. Er musste übers Wochenende im Internat in Brig bleiben. Durch die Katastrophe seien die Menschen in Brig näher zusammengerückt.

Durch die Katastrophe sind die Menschen in Brig näher zusammengerückt.
Autor: Louis UrsprungStadtpräsident Brig-Glis

Militär, Zivilschutz, Feuerwehr und Krisenstab brauchten Monate, um alle Schäden zu beseitigen. Insgesamt waren über 7500 Helferinnen und Helfer in Brig im Einsatz. Die Schadensumme belief sich auf rund eine Milliarde Franken.

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