Ursprung der Skirennen ist tragisch

Vor gut 60 Jahren hatte der Skifahrer Fred Rubi die Idee eines grossen Skirennens in Adelboden. Auf die Idee kam er während eines Gesprächs mit einem Sportreporter – am Spitalbett.

Die «Adelbodner Skitage» gibt es seit 1955. Das 60-Jahr-Jubiläum ist untrennbar verbunden mit dem Namen Fred Rubi (1926 – 1997). Der gebürtige Wengener, Lauberhorn-Fahrer, Olympiateilnehmer, Ski-Weltmeister, Kurdirektor, promovierter Nationalökonom und SP-Nationalrat ist die prägende Figur in der ersten Hälfte der Adelbodner Skirenngeschichte.

Der Ursprung der Adelbodner Skitage, die seit 1967 fester Bestandteil im Weltcup-Kalender sind, ist allerdings tragisch. 1954 stürzte Fred Rubi an den Skiweltmeisterschaften in Schweden schwer, zog sich beträchtliche Rückenverletzungen zu und musste seine Skisport-Karriere an den Nagel hängen.

«  Adelboden hat Fred Rubi viel zu verdanken. »

Erwin Josi
ehemaliger Skirennfahrer

Aber noch im Spitalbett in Schweden fachsimpelte er mit der Sportreporter-Legende Karl Erb darüber, wie ein grosser Skisport-Anlass nach Adelboden geholt werden könnte. Ein Jahr später fand am Chuenisbärgli das erste Rennen statt. «Es ist keine Frage, dass Adelboden Fred Rubi sehr viel zu verdanken hat.

Wir halten ihn nach wie vor in Ehren», sagt auch Erwin Josi. Der ehemalige Adelbodner Weltcup-Fahrer gehörte dem zweiten Organisationskomitee an, das nach der Demission von Fred Rubi vor 21 Jahren das Zepter übernahm.

Heute organisiert Erwin Josi Dorf-Führungen zum Thema Weltcup. Beim 60-Jahr-Jubiläum taucht nun ein Begriff auch wieder mehr auf, der etwas in Vergessenheit geraten ist: der Zusatz «Fred Rubi-Memorial» im Titel der Adelbodner Skitage, die heute ein Mega-Event sind.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03/17:30 Uhr)