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Bern Freiburg Wallis V-Bahn: Linienführung ist Landschaftsschützern ein Dorn im Auge

Neun Einsprachen sind beim Bundesamt für Verkehr gegen das V-Bahn-Projekt in Grindelwald eingegangen. Darunter sind unter anderem die beiden Umweltschutzorganisationen Pro Natura und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.

Der Poststempel vom 30. Mai ist massgebend: Einsprachen gegen das V-Bahn-Projekt, versehen mit diesem Poststempel, werden noch als gültig erklärt. Deshalb ist es möglich, dass nebst den bisher eingetroffenen neun Einsprachen die eine oder andere noch per B-Post beim Bundesamt für Verkehr eintreffen wird.

Umweltschützer kritisieren Linienführung des Eiger-Express

Unter den bereits eingetroffenen Einsprachen ist unter anderem eine der beiden Umweltschutzorganisationen Pro Natura und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, die sich für die Einsprache zusammengeschlossen haben.

Die beiden Organisationen kritisieren drei Punkte: Sie bezeichnen die Linienführung des Eiger-Express sowie dessen Mastenhöhe von rund 60 Metern als nicht landschaftsverträglich. Auch die Masten der neuen, geplanten Männlichenbahn stehen bei den beiden Organisationen in der Kritik: Diese kämen in eine geschützten Flachmoor zu stehen. Als dritten Punkt bemängeln Pro Natura und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz den Umweltbericht: Dieser sehe nur Ersatzmassnahmen für die Vegetation vor, aber keine für den Landschaftsverlust.

Offener Brief als Zeichen

Nebst den beiden Organisationen haben auch die Scheidegg-Hotels AG Einsprache erhoben. Deren Hotelchef Andreas von Almen hat zudem einen offenen Brief an die Jungfraubahnen geschrieben - zusammen mit der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness sowie Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Kultur. «Mit diesem Brief möchten wir ein Zeichen setzen und den Bau der V-Bahn nicht einfach unkommentiert stehen lassen», sagt Katharina Conradin, Gechäftsführerin von Mountain Wilderness, auf Anfrage. «Wir bekunden Mühe mit dem Express-Tourismus, der vor allem den Tagestourismus fördert und der Region wenig bringt.»

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