Verein Thunfest sammelt Geld übers Internet

Am letztjährigen Thunfest lief nicht alles wie geplant: Die Organisatoren fuhren ein Defizit von 75'000 Franken ein. Dieses Jahr sollen Besucherinnen und Besucher nun wieder für die Konzerte bezahlen. Zusätzlich sammelt der Verein Geld übers Internet.

Besucher stehen vor einer Konzertbühne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele Besucher am Thunfest 2015 – aber nur wenige waren bereit, freiwillig eine Plakette zu kaufen. ZVG

Dass der Verein Thunfest nun Geld übers Internet sammelt, habe nur indirekt mit der diesjährigen Ausgabe zu tun, sagt Marco Zysset, Mitglied des Vereins Thunfest. «Dieses Jahr rechnen wir mit schwarzen Zahlen. Mit der Crowdfunding-Kampagne wollen wir ausserhalb des Festbudgets 2016 Schulden abbauen.»

Der Verein will sich damit ein Polster schaffen. Und sich absichern, falls der Verein wegen schlechten Wetters oder aus anderen unvorhersehbaren Gründen wieder mit roten Zahlen dastünde.

Das konkrete Ziel der Kampagne ist klar: «15'000 Franken wollen wir innerhalb der nächsten 30 Tage sammeln», so Zysset. Mit diesem Betrag könne der Verein einen guten Teil der Schulden abbauen.

Konzerte wieder kostenpflichtig

Nach dem defizitären Abschluss von letztem Jahr hat der Verein beschlossen, das Festivalkonzept dieses Jahr zu ändern. Im Gegensatz zum letzten Jahr startet das Thunfest am Freitag und nicht bereits am Donnerstag. Zudem müssen die Besucherinnen und Besucher für die Konzerte wieder bezahlen.

2015 war das Thunfest erstmals für alle gratis. Der Wegfall aus dem Konzertbändeli-Verkauf wollte der Verein mit Sponsoringbeiträgen und dem Verkauf von Plaketten und anderen Solidaritätsartikeln kompensieren. Doch der Plan ging nicht auf.