Viel Aufwand wegen tieferen Motorfahrzeugsteuern

Seit Anfang 2013 sind die Motorfahrzeugsteuern im Kanton Bern einen Drittel tiefer. Das Strassenverkehrsamt ist gefordert. Der Aufwand für die Anpassungen ist gross.

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Bildlegende: Autobesitzer zahlen weniger Autosteuern. Keystone

Das bernische Strassenverkehrsamt verschickt ab nächster Woche eine halbe Million neue, geänderte Rechnungen. Rund 240 Millionen Franken pro Jahr nimmt der Kanton Bern mit den Motorfahrzeugsteuern ein.

Die Vorbereitungen beanspruchten viel Zeit: Die Computerprogramme des Strassenverkehrsamtes mussten angepasst werden. «Viele Autobesitzer wechseln durch das Jahr ihr Fahrzeug», sagt der Verantwortliche für das Rechnungswesen beim Amt, Beat Keller.

 Diese Autowechsel machen die Berechnung komplex. Dazu kommen Zuzüger aus anderen Kantonen mit anderen Berechnungsmodellen.

1000 Fragen pro Tag sind normal

Bis am 20. Januar sollten alle Rechnungen verschickt sein. Stabschef Beat Keller rechnet damit, dass danach rund 1000 mal pro Tag das Telefon läutet.

Beat Keller, Verantwortlicher Rechnungswesen beim Strassenverkehrsamt, lacht - seine Abteilung ist parat. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beat Keller, Verantwortlicher Rechnungswesen beim Strassenverkehrsamt, und seine Mitarbeiterinnen sind parat. SRF

Die Fragen werden laut Keller wohl vor allem zwei Bereiche betreffen: Der eine ist die Übergangsregelung für energieeffiziente Fahrzeuge. Diese bringen dem Fahrzeughalter rückwirkend einen Steuerrabatt von bis zu 40 Prozent. Und der zweite Bereich sind die Kategorien der Energieeffizienz - A ist die beste Kategorie. Der Kanton Bern hat hier eine andere Regelung als der Bund, was häufig für Verwirrung sorgt.