Viel Bürokratie wegen Kita-Gutscheinen

Ab 2014 verteilt die Stadt Bern neu Gutscheine für die Kinderbetreuung. Die Vorbereitungen verlaufen harzig.

Kinder am Mittagstisch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Stadt überprüft genau, wie viel sie an den Kita-Tag zahlen muss. Keystone/Symbolbild

Vor gut zwei Jahren hat sich die Bevölkerung für Betreuungsgutscheine bei der Kita-Betreuung ausgesprochen. Eltern, welche ihre Kinder in eine Kita schicken, erhalten einen Gutschein; egal ob die Kinder eine private oder staatliche Kita besuchen. Die Stadt muss nun abklären, ob und wie viel finanzielle Unterstützung die Eltern erhalten.

Diese Abklärungen sind arbeitsintensiv. Die Stadt klärt über 2000 Familien ab – ein enormer Aufwand. Das Jugendamt musste zusätzlich Leute anstellen. «Die Abklärungen sind nicht einfach», sagt Jürg Häberli, Leiter des Jugendamtes im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Abgeklärt wird zuerst, ob die Eltern überhaupt erwerbstätig sind. Nur dann erhalten sie einen Gutschein. Sind sie berechtigt, wird das gesamte Vermögen überprüft: «Wir können uns wegen Auflagen des Kantons nicht nur auf das steuerbare Einkommen stützen.» Deshalb seien die Abklärungen zusätzlich intensiv. Zudem sind offenbar nicht alle Eltern kooperativ. Jürg Häberli sagt: «Oftmals erhalten wird die Unterlagen nicht und müssen nachfragen.»