Kaum neue Köpfe fürs Berner Kantonsparlament

Fast neun von zehn Parlamentariern wollen ihren Sitz im bernischen Grossen Rat verteidigen. Insgesamt kandidieren gut 1900 Frauen und Männer.

be Sitzverteilung im Grossen Rat des Kantons Bern (Stand März 2014) Seit Jahren ist der Grosse Rat in bürgerlicher Hand. Jetzt wollen SP, Grüne und EVP ihre Verluste aus den letzten Wahlen wieder gutmachen. Die GLP will an ihren Erfolg von 2010 anknüpfen.

Am 30. März wählen die Bernerinnen und Berner das neue Kantonsparlament. Von den amtierenden 160 Ratsmitgliedern wollen 140 ihren Sitz verteidigen. Weil in der Regel nur einzelne Bisherige abgewählt werden, ist bei den Wahlen nicht mit einer grossen Rochade zu rechnen. Dennoch kandidieren 634 Frauen und 1271 Männer für einen Sitz im Kantonsparlament. Dies sind gut 30 weniger als vor vier Jahren. Der Anteil der Frauen ist leicht höher als 2010.

Das bernische Kantonsparlament ist seit Jahren fest in bürgerlicher Hand. Dies dürfte auch nach den diesjährigen Wahlen so bleiben. Aktuell haben SVP, BDP, FDP und EDU 91 der 160 Sitze. Diese vier Parteien diktieren die aktuelle Politik im Parlament. In den letzten Jahren erhielten sie auch immer wieder Bestätigungen dieser Politik an der Urne. So wurde unter anderem die Motorfahrzeugsteuer gesenkt und das Energiegesetz im Sinne der Wirtschaft zurecht gerückt.

Verluste wettmachen

In der Minderheit politisieren SP, Grüne und EVP. Vor allem in der Finanzpolitik prallen diese Parteien immer wieder gegen den geschlossenen Block der Bürgerlichen. Alle drei Parteien möchten die Verluste aus dem Jahr 2010 wieder wettmachen.

Die GLP, die vor vier Jahren erstmals bei kantonalen Wahlen teilgenommen hat, will nun ihren damaligen Erfolg bestätigen.