Walliser Musikschulen hoffen auf das Kantonsparlament

Der Kanton Wallis möchte weniger Geld für die Musikschulen ausgeben. Diese wehrten sich und hoffen nun auf den Grossen Rat.

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Bildlegende: Schlagzeuglehrer Christian Wirthner (links) mit Schüler Levin und dem Schulleiter der AMO, Amadé Schnyder. SRF/ Priska Dellberg

Der Grosse Rat entscheidet diese Woche, ob der Kanton Wallis seinen Beitrag an die Musikschulen um 1,3 Millionen Franken kürzt. Was nicht nach sehr viel tönen mag, hat grosse Konsequenzen, fürchten die drei betroffenen Walliser Musikschulen.

Im Oberwallis zahlen Eltern für eine wöchentliche Lektion Privatunterricht rund 1100 Franken pro Jahr. Wenn der Kanton seine Subventionen herabsetzt, werde das für die Eltern etwa 400 Franken teurer.

Dann könnten sich das nicht mehr alle leisten, sagt der Schulleiter der Allgemeinen Musikschule Oberwallis AMO, Amadé Schnyder: «Wir haben den Auftrag, möglichst allen Interessierten Musikunterricht zu erteilen.» Das wäre nicht mehr möglich, wenn der Unterricht teurer würde.

6364 Unterschriften gesammelt

Die Musikschulen haben sich in den letzten Monaten gewehrt gegen das geplante «Streichkonzert». Unter anderem wurde letzte Woche eine Petition eingereicht, die den Druck auf Regierung und Parlament erhöhen soll. Bei der vorberatenden Kommission fand das Anliegen offenbar Gehör: Sie hat sich gegen die Sparpläne der Regierung ausgesprochen.