Walliser stimmen über zwei Mindestlohn-Initiativen ab

Trotz der nationalen Vorlage will die Unia an der Walliser Variante der Mindestlohn-Initiative festhalten. Diese Vorlage trage den Walliser Besonderheiten besser Rechnung.

Mitglieder der Unia beim Kampagnenstart in Zermatt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mitglieder der Unia beim Kampagnenstart in Zermatt. zvg

Bereits 2008 hat die Unia im Wallis eine kantonale Mindestlohn-Initiative gestartet und diese auch nach der Eröffnung der nationalen Kampagne beibehalten, weil diese den Besonderheiten im Kanton Rechnung trage.

Während die nationale Initiative einen Mindestlohn von zwölf Mal 4000 Franken monatlich fordert, verlangt die Initiative der Unia Wallis 13 Mal 3500 Franken pro Jahr. Die Walliser Variante ist zudem etwas weniger streng: Der Mindestlohn kann mit 500 Franken monatlich unterschritten werden, wenn die flankierenden Massnahmen stimmen.

Das sei besonders für die Landwirtschaft wichtig, die heute noch Stundenlöhne von 12 bis 15 Franken bezahlt. «Die Landwirte wären kaum fähig, die Löhne auf einen Schlag zu verdoppeln», sagt der Regionalsekretär der Unia im Oberwallis, German Eyer.

Sollten beide Initiativen angenommen werden, würden die nationalen Bestimmungen gelten.