Weniger Eislauf, dafür mehr Eishockey in Bern

Das Sportamt muss immer wieder Eishockeyteams abweisen, weil es in der Stadt Bern zu wenig Eishockeyfelder gibt. Umgekehrt nimmt das Interesse an freiem Eislauf stetig ab. Darauf reagiert jetzt die Stadtregierung mit einer neuen Strategie.

Eishockeyspieler auf dem Eisfeld Weyermannhaus in Bern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eishockeyspieler auf dem Eisfeld Weyermannhaus in Bern. Keystone

Die Eisstrategie der Berner Stadtregierung will die Eisfelder bei der Eishockey-Arena auf der Allmend und im Weyermannshaus in Felder umwandeln, auf denen auch Eishockey gespielt werden kann. Tagsüber sollen sie für den freien Eislauf genutzt werden, abends nur noch für Eishockey.

Damit trage man den veränderten Bedürfnissen Rechnung, wie Christian Bigler erklärt. Der Leiter des Sportamts hat festgestellt, dass die Eintrittszahlen für den freien Eislauf seit 1970 um über 50 Prozent zurückgegangen sind. Eishockeyspieler hingegen müssten häufig abgewiesen werden.

Die Stadt prüft jetzt, wie sie ihre Strategie auf der Allmend und im Weyermannshaus umsetzen kann. Bei der dritten Anlage, der Ka-We-De im Kirchenfeldquartier, geht sie davon aus, «dass der Eishockeybetrieb aus Lärmschutzgründen in seiner heutigen Form nicht weitergeführt werden kann». Dort soll nur noch der öffentliche Eislauf weitergeführt werden.