Wieder Ruhe in Kehrsatz nach Aufregung um Ausgehverbot

In der Gemeinde Kehrsatz gilt künftig kein generelles «Ausgehverbot» für Jugendliche in der Nacht mehr. Gegen Störenfriede kann die Gemeinde aber auch in Zukunft gezielt vorgehen.

Junge demonstrieren mit Fahne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Kehrsatz demonstrierten im Januar über 100 Personen gegen den Jugendschutz-Artikel. SRF

Die Gemeindeversammlung stimmte am Montagabend einer Änderung des entsprechenden Passus im Reglement für öffentliche Sicherheit zu. Erst vor einem Jahr hatte die Gemeindeversammlung ein generelles Ausgehverbot für Jugendliche unter 16 Jahren ab 22 Uhr beschlossen.

Der Gemeinderat betonte stets, die Regelung solle nur gegenüber Störenfrieden angewendet werden. Doch die Kritiker liessen sich nicht besänftigen. Die Jugendlichen reichten eine Petition mit über hundert Unterschriften gegen den Passus ein. Die Wogen gingen Anfang Jahr hoch. Nun scheinen sie geglättet. Um die 80 Personen waren an der Gemeindeversammlung anwesend – nur gerade drei Prozent der Stimmberechtigten.

Die Gemeindeversammlung hat am Montagabend dafür einen neuen Passus angenommen. Mit ihm wird Grundlage gelegt, damit private Sicherheitsdienste Störenfriede wegweisen oder die Eltern zum Abholen der Kinder auffordern können.

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