YB und SCB zahlen neu Kopfquote an die Sicherheitskosten

Die beiden grossen Berner Sportclubs SC Bern und YB bezahlen künftig deutlich mehr an die Sicherheitskosten der Stadt Bern bei grossen Sportanlässen. Basis sind die Zuschauerzahlen und ein Kostendach.

 (vlnr) Marc Lüthi (SCB), Gemeinderat Reto Nause, Alain Kappeler (YB/Stade de Suisse). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einigung zu den Sicherheitskosten: (vlnr) Marc Lüthi (SCB), Gemeinderat Reto Nause, Alain Kappeler (YB/Stade de Suisse). SRF

Dass YB und der SCB nicht mehr mit einer günstigen Jahrespauschale von 60'000 Franken an die Sicherheitskosten der Stadt davonkommen, war schon vor den Verhandlungen klar. Gemeinderat Reto Nause drängte auf eine deutlich höhere Abgeltung, gestärkt durch das klare Ja des Volks zum verschärften Hooligan-Konkordat.

Kopfquote und Kostendach

Nun haben sich die Clubs und der Sicherheitsdirektor geeinigt. Die Clubs bezahlen pro Eintritt eine Kopfquote von 1.50 Franken. Wenn die Rechnung nicht aufgeht, gilt ein Kostendach von 50 bis 60 Prozent der Sicherheitskosten, je nachdem, wie stark sich die Clubs bei den Sicherheits-Massnahmen engagieren.

Sicher ist, dass die Clubs damit ein Mehrfaches der bisherigen Pauschale bezahlen müssen.

Eine Hochrechnung der Eintritte und der Sicherheitskosten der vergangenen Jahre zeigt, dass die Clubs mit Aufwendungen bis rund 600'000 Franken rechnen müssen. Die Vereinbarung muss noch vom Stadtrat genehmigt werden.