Zahlreiche Berner Gewerbebetriebe beschäftigen illegal Ausländer

In der Stadt Bern beschäftigen viele Gewerbebetriebe illegal Ausländer oder verstossen anderweitig gegen Gesetze. Das haben Kontrollen des Stadtberner Polizeiinspektorats ergeben.

Ein Mann räumt Teller weg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lange nicht jede Hilfskraft in der Berner Gastronomie ist legal in der Schweiz. Keystone (Symbolbild)

Insgesamt 56 Personen wurden innerhalb eines Jahres verzeigt. Bei dreizehn dieser Personen handelt es sich um Geschäftsführer von Gewerbebetrieben, wie die Stadtberner Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie mitteilte. Sie beschäftigten ausländische Frauen und Männer ohne Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung oder verstiessen gegen das Gastgewerbegesetz.

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Sieben Ausschaffungen

Von den 73 kontrollierten Personen wurden sieben ausgeschafft. Der Bund verhängte teils mehrjährige Einreiseverbote. Bei vier Personen wurden weitere Abklärungen in Bezug auf Arbeitsausbeutung durchgeführt.

Im Zeitraum von August 2015 bis August 2016 wurden insgesamt 20 Betriebe kontrolliert. Es handelte sich um Beizen, Betriebe im Bau- und Baunebengewerbe, Coiffeurgeschäfte sowie Lebensmittelläden. Insgesamt 73 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kontrollierte das Inspektorat zusammen mit der Kantonspolizei und der kantonalen Arbeitsmarktaufsichtsbehörde.

36 Personen machten sich wegen Verstössen gegen das Arbeitsmarkt- und das Sozialhilfegesetz strafbar, weitere 20 wegen rechtswidrigem Aufenthalt. Bei 17 Personen leiteten die Behörden keine fremdenpolizeilichen Massnahmen ein.