500 Landeigentümer entscheiden über Bewässerung im Domleschg

Im Domleschg soll eine Fläche von 500 Hektaren in acht Gemeinden über ein gemeinsames System bewässert werden. Diese Idee ist bereits sieben Jahre alt. Nun soll es vorwärts gehen. Im Juni entscheiden die Landeigentümer.

Domleschger Bauern wollen mehr Wasser. Ihr Ziel ist ein gemeinsames Bewässerungssystem. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Domleschger Bauern wollen mehr Wasser. Ihr Ziel ist ein gemeinsames Bewässerungssystem. Keystone

Das Domleschg ist eine sehr trockene Region. Die Bauern klagen über Ertragsausfälle von bis zu 20 Prozent im Vergleich zu den Kollegen in anderen Regionen. Um diese Einbussen wett  zu machen wollen sie eine Bewässerungsanlage für 10 Millionen Franken bauen.

Das Wasser soll vom Stausee Solis kommen. Über einen Stollen des Elektrizitätswerkes der Stadt Zürich soll es in Scharans und Tomils abgezogen, und auf die Felder verteilt werden.  Betroffen sind 500 Landeigentümer. Ende Juni sollen sie einen Grundsatzentscheid zum Projekt fällen. Sagt die Hälfte der Beteiligten Ja zur Idee wird sie weiterverfolgt.

Domleschger Bauern wollen mehr Wasser. Ihr Ziel ist ein gemeinsames Bewässerungssystem. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Domleschger Bauern wollen mehr Wasser. Ihr Ziel ist ein gemeinsames Bewässerungssystem. Keystone

Umweltverbände kritisch
Kritisch zeigt sich die Stiftung Landschaftschutz Schweiz. Die Landwirtschaft sei im Umbruch, es sei daher nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Projekt. Skeptisch zeigt man sich auch bei Pro Natura Graubünden.