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Legende: Audio Zehn Jahre auf der Regierungsbank: Das Gespräch mit Barbara Janom abspielen. Laufzeit 19:14 Minuten.
19:14 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 10.12.2018.
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Adieu Schluss für Barbara Janom nach zehn Jahren auf der Regierungsbank

Barbara Janom Steiner wurde 2008 in die Bündner Regierung gewählt. Die Juristin übernahm zuerst das Justiz- und Polizeidepartement.

Im März 2012 wechselte Janom in das Departement für Finanzen und Gemeinden. In den letzten sieben Jahren wurden der Finanzausgleich mit den Gemeinden neu aufgegleist und rund 70 Gemeinden sind durch Fusionen verschwunden.

In der letzten Zeit gab vor allem das Budget zu reden. Die Finanzdirektorin rechnet in den kommenden Jahren mit grösseren Defiziten.

Sechs Fragen an Barbara Janom Steiner

Was war der grösste Erfolg ihrer Regierungsratskarriere?
Es waren einerseits die Strukturreformen. Angefangen mit der Justizreform, dann weiter die Gemeinde-, Gebietsreform sowie die Einführung des neuen Finanzausgleichs (im DFG). Andererseits freue ich mich, dass es uns gelungen ist, in einem sehr anspruchsvollen und schwierigen Umfeld solide Finanzen zu sichern.
Was war die grösste Niederlage?
Die grösste Niederlage war eine menschliche Tragödie. Ich konnte unserem verdienten Polizeikommandanten, Markus Reinhardt nicht helfen (Anm. der Redaktion: Markus Reinhardt verübte 2010 Suizid). In Bezug auf Projekte, war es das Nichteintreten des Grossen Rates auf die Totalrevision des Personalgesetzes.
Was würden Sie heute anders machen?
Retrospektiv ist es immer einfach zu sagen, was man vielleicht hätte besser machen können. Es ist etwas müssig, sich diese Frage zu stellen. Ich habe jedenfalls immer versucht, das Richtige zu tun und mein Bestes zu geben.
Über was oder wen haben sie sich in den letzten zehn Jahren am meisten geärgert?
Man ärgert sich über Fehler, die passieren -  so wie die fehlerhafte Berechnung beim Finanzausgleich. Ärgern allein nützt aber nichts, Fehler können passieren. Wichtig ist, dass man sie dann eingesteht, im Sinne der Transparenz kommuniziert, sie korrigiert und dafür sorgt, dass sie sich nicht wiederholen.
Was werden Sie aus ihrer Regierungszeit vermissen?
Ganz vieles. Allen voran werde ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr vermissen. Aber auch die eigentliche Arbeit, die ich sehr gerne gemacht habe: Sei es im Büroalltag, im Parlament, in der Regierung. Vermissen werde ich auch die vielen Erlebnisse und schönen, interessanten Kontakte mit der Bevölkerung.
Auf was freuen Sie sich nun nach der Regierungszeit am meisten?
Auf etwas mehr freie Zeit für mich, meine Familie und Freunde sowie auf meine neue Herausforderung als Präsidentin des Bankrates der Schweizerischen Nationalbank.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs

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