Angst um das lokale Gewerbe in St. Moritz

Die Gemeinde St. Moritz möchte das Areal bei der Signal-Bahn beleben. Entstehen sollen Hotels und Geschäftshäuser. Interesse an einem Neubau angemeldet hat die Migros. St. Moritzer Unternehmer befürchten nun, dass der Grossverteiler das Dorfleben gefährden könnte.

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Bildlegende: St. Moritzer Unternehmen befürchten, dass der Grossverteiler das Dorfleben gefährden könnte. (Google)

Am 22. September stimmt die St. Moritzer Bevölkerung über einen Landtausch zwischen einer einheimischen Baufirma und der Gemeinde ab. Ziel ist es, das betreffende Areal bei der Signal-Bahn irgendwann zu überbauen. Der Landtausch kostet 9 Millionen Franken.

Interesse angemeldet hat bereits die Migros. Sie möchte dort ihren ersten Laden im Engadin bauen. Gespräche mit der Gemeinde hat es bereits gegeben.

Ein Grossverteiler am Dorfrand, das macht Thomas Kriemler Angst. Er betreibt ein Damenmode im Zentrum von St. Moritz. «Ein Grossverteiler würde die heute bestehenden Geschäfte sehr stark schwächen», befürchtet Kriemler.

Der St. Moritzer Gemeindepräsident versucht zu beruhigen. Der Landtausch sei nur ein erster Schritt. «Die Bevölkerung kann sich später noch zwei Mal an der Urne zur Entwicklung des Areals äussern», sagt Sigi Asprion. Mit der Migros habe man auch keinerlei Vereinbarung getroffen.