«Bakterien haben keine Farbe»

Seraina Braun ist die erste Bündner Trinkwasserinspektorin. Sie kontrolliert die Wasserqualität in den Gemeinden und wenn es sein muss kann die 31jährige auch einmal böse werden.

Seraina Braun bei Brunnen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seraina Braun trinkt hier vom Churer Wasser srf

Seraina Braun hat Hydrologie studiert weil sie das Wasser liebt. «Mir geht das Herz auf wenn ich die Brunnenstuben in den Gemeinden besuche». In ihrem Beruf als Trinkwasserinspektorin ist sie regelmässig in den Gemeinden unterwegs. Dort kontrolliert sie die Arbeit der Brunnenmeister.

Generell sei die Wasserqualität im Kanton gut. Doch weil die Gesetze den EU Normen angepasst wurden in der Schweiz, seien die Ansprüche an die Qualität in den letzten Jahren gestiegen. Deshalb muss die 31jährige die Gemeinden dazu bringen, neue Massnahmen rund um ihre Quellen umzusetzen.

Dies sei nicht nur einfach, denn die Anpassungen seien oft mit hohen Kosten verbunden, sagt die Wasserinspektorin. Und schmunzelnd fügt sie an: «Ich versuche es mit dem Dialog, doch wenn die Verantwortlichen nicht mitmachen, kann ich auch einmal böse werden»