Bergbahnen Brigels: Sanierung kostet Gemeinden viel

Der Plan zur Sanierung der Bergbahnen Brigels sieht vor, dass die Gemeinden Brigels, Waltensburg und Andiast deutlich an Einfluss verlieren. Zudem müssten sie viel Geld abschreiben.

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Bildlegende: Zehn Investoren wollen die Bergbahnen in Brigels sanieren. Bergbahnen Brigels

Letzte Woche hat eine Gruppe von Investoren einen Plan zur Sanierung der finanziell angeschlagenen Bergbahnen Brigels präsentiert. Sie wollen drei Millionen Franken in die Bergbahnen investieren und damit neu rund 90 Prozent der Aktien halten.

Für die Gemeinden Waltensburg, Andiast und Brigels, die heute gemeinsam über rund 90 Prozent der Aktien verfügen, würde dies bedeuten, dass ihr Einfluss auf die Bergbahnen deutlich kleiner wird. Neu hätten sie nur noch rund vier Prozent der Aktien. Der Brigelser Gemeindepräsident Clau Schlosser sagt auf Anfrage des Regionaljournal Graubünden, die Situation sei nicht ideal. Einen anderen Ausweg habe man aber nicht gesehen.

Die heutigen Aktionäre sollen zudem auf rund 90 Prozent ihres Aktienkapitals verzichten. Die Aktien der drei Gemeinden hätten damit künftig noch einen Wert von rund 100 000 Franken. Die Aktionäre müssen dem Plan am 10. Oktober an der Aktionärsversammlung zustimmen.