Bergün Filisur Tourismus kämpft ums Überleben

Schlankere Strukturen und mehr Einnahmen: Das kündete die Tourismusorganisation Bergün Filisur im November an. Grund war eine drückende Schuldenlast. Der Konkurs konnte in den letzten zwei Monaten nur verhindert werden, weil Gläubiger ihre Forderungen aufgeschoben haben.

Schlittler auf Schlittelweg neben Bahngleis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die berühmte Schlittelbahn Preda - Bergün ist einer der Gründe für die Verschuldung von Bergün Filisur Toruismus. Keystone

Im vergangenen November informierte Bergün Filisur Tourismus über den drohenden Konkurs. Die Schuldenlast sei erdrückend. Die Organisation sei nur mit deutlich schlankeren Strukturen und mehr Einnahmen zu retten.

Zwei Monate später kämpft Bergün Filisur Tourismus immer noch ums Überleben. Der Schuldenberg beträgt nun knapp 800'000 Franken. Der Konkurs habe nur verhindert werden können, weil die beiden Gläubiger Rhätische Bahn und Parc Ela vorläufig auf 150'000 Franken verzichten, sagte auf Anfrage Geschäftsführer Robert Wildhaber. Auch habe die Gemeinde Bergün einen Kredit von 43'000 Franken gewährleistet.

«Wir kämpfen täglich damit, den Forderungen nachzukommen», erklärt Robert Wildhaber. Die Situation könne sich nur verbessern, wenn die geplanten Strukturmassnahmen umgesetzt würden.

Neu sollen die Gemeinden für touristische Infrastrukturen wie Bad oder Eisfeld zuständig sein. Dies würde die Kasse der Tourismusorganisation entlasten. Gleichzeitig sollen die Kurtaxen mehr Einnahmen generieren. Für den März ist eine ausserordentliche Generalversammlung geplant.