Bischofskonferenz bedauert Polarisierung im Bistum Chur

Nach ihrer ordentlichen Sitzung hat sich die Schweizer Bischofskonferenz zur Situation im Bistum Chur geäussert. Sie will die konkreten Forderungen der geplanten Demonstration am Wochenende in St. Gallen abwarten. Die Bischofskonferenz wird einen Brief der Demoteilnehmer entgegennehmen.

Bischof Markus Büchel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Bischofskonferenz äussert sich nur sehr zurückhaltend über die Spaltung im Bistum Chur. Keystone

Der Konflikt rund um den Churer Bischof Vitus Huonder hat sich in den letzten Wochen zugespitzt. Gegner und Anhänger des Bischofs traten öffentlich auf. Die Schweizer Bischöfe bedauern die Polarisierung im Bistum Chur, schreibt die Bischofskonferenz in einer Mitteilung.

Für das Wochenende haben verschiedene katholische Organisationen in St. Gallen eine Kundgebung gegen den Churer Bischof Vitus Huonder angekündigt. Sie wollen dort dem St.Galler Bischof und Präsidenten der Bischofskonferenz, Markus Büchel, einen Brief mit Forderungen übergeben.

«Wenn es konkrete Forderungen gibt, dann werden wir diese weiterleiten an die Instanzen in Rom», sagt Bischof Büchel. Die Bischofskonferenz sei kein Aufsichtsgremium über das Wirken eines einzelnen Bistums.