Bündner Kohleinitiative zum Zweiten

Der Grosse Rat hat den nötigen Verfassungsartikel für die Umsetzung der Kohleinitiative verabschiedet. Damit der Kanton sich künftig aus allen Engagements rund um Kohlekraftwerke raushält, muss das Volk nun auch dem Verfassungszusatz zustimmen.

Ein Wahlplakat bei der ersten Abstimmung 2013. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Stimmvolk sagte 2013 «Ja» zum Ausstieg aus der Kohlekraft. Keystone

Im September 2013 hatten die Bündnerinnen und Bündner hauchdünn der Kohleinitiative aus links-grünen Kreisen zugestimmt. Die Initiative verlangt, dass sich der Kanton nicht mehr an Unternehmen beteiligt, die in Kohlekraftwerke investieren.

Hintergrund für die Initiative waren Beteiligungen des Bündner Energiekonzerns Repower. Das Unternehmen war an Kohlekraftwerk-Projekten in Norddeutschland und im Süden Italiens beteiligt. Da Repower mehrheitlich dem Kanton gehört, sind solche Engagements nicht mehr möglich.

Um das Ansinnen umzusetzen, musste die Kantonsverfassung entsprechend ergänzt werden. Der Grosse Rat hat den neuen Verfassungsartikel am Montag verabschiedet. Das Volk muss nun über diesen noch abstimmen.