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Bündner Olympia-Kandidatur Bündner Olympia-Pläne: Millionen für die Werbung beim IOC

Am 12. Februar soll Graubünden über eine Kandidatur für olympische Winterspiele 2026 abstimmen. Das Budget dafür beträgt brutto 25 Millionen Franken. Mit acht Millionen auffallend gross ist das Werbebudget. Laut Swiss Olympic braucht es auch Überzeugungsarbeit bei einzelnen IOC-Mitgliedern.

Eisschnellläuferin auf dem Eis.
Legende: 2010 fanden die Olympischen Winterspiele in Vancouver statt. Eine Eisschnellläuferin ist am dehnen. Keystone

Nächste Woche diskutiert der Bündner Grosse Rat über die neuen Olympiapläne für 2026. Konkret geht es um das Kandidaturbudget über 25 Millionen Franken (siehe Aufschlüsselung unten).

Dies ist deutlich weniger als 2013 – beim damaligen Olympiaprojekt «Graubünden 2022» hätte die Kandidatur noch mit 60 Millionen zu Buche geschlagen. Grund für die tieferen Kosten seien die neuen Spielregeln beim IOC, sagt Swiss Olympic-Sprecher Alexander Wäfler. Mit der Agenda 2020 seien die Vorgaben für das Dossier standardisiert worden.

Geld sparen mit einheitlichen Powerpoint-Folien

Als Beispiele erwähnt der Swiss Olympic-Sprecher genormte Powerpoint-Folien, Richtlinien für die Dekoration des Präsentationsraumes oder weniger Treffen mit Kommissionen des IOC. Mit solchen und anderen Massnahmen lassen sich laut Swiss Olympic Millionen sparen.

Im neuen Konzept für Olympische Winterspiele 2026 der Bündner Regierung fällt ein Posten besonders auf. Alleine ein Drittel, nämlich 8 Millionen sind für Marketing, PR und Kommunikation eingeplant. Laut Alexander Wäfler reicht es nicht, im Herbst 2018 beim IOC ein gutes Dossier einzureichen. «Danach muss man für das Konzept werben und aufzeigen, wieso man besser als andere Kandidaturen ist». Dafür brauche es Werbung im In- und Ausland und Überzeugungsarbeit bei einzelnen IOC-Mitgliedern.

Alleine für die Phase, nachdem das Kandidaturdossier abgegeben ist, hat die Bündner Regierung laut Botschaft 4,7 Millionen Franken reserviert. Von einer Bündner Kandidatur überzeugt werden, müssen die IOC-Mitglieder. Das Gremium mit rund 100 Personen entscheidet über den Austragungsort.

Anmerkung zum Kandidaturbudget (siehe unten): Je ein Drittel (8 Millionen Franken) sollen der Kanton Graubünden, der Bund und Swiss Olympic übernehmen. Eine zusätzliche Million wäre für juristische Abklärungen des Kantons Graubünden.

Kandidaturbudget Graubünden & Partner 2026 (in 1'000 CHF)

Politische Führung und Steuerung283.75 CHF
Personalmanagement4'935.52 CHF
Reisen, Kongresse, Seminare, Besuche1'145.00 CHF
Allgemein und Betrieb1'378.50 CHF
Sport, Operationen Spiele und Technik2'400.00 CHF
Kandidaturunterlagen1'595.00 CHF
Kandidaturausgaben IOC / Swiss Olympic450.00 CHF
Nachhaltige Wirkung1'500.00 CHF
Marketing, PR und Kommunikation8'130.00 CHF
Verkaufskosten0.00 CHF
Sicherheitszuschlag2'182.23 CHF
Total24'000.00 CHF

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs

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