Bündner Olympia-Kandidatur Bündner SP von der Regierung überholt

Dass die Bündner Regierung am Dienstag aus heiterem Himmel das detaillierte Olympiakonzept veröffentlicht hat, haben auch die Olympiakritiker nicht erwartet. Für sie bringt der Schritt Probleme mit sich.

Ein Nein-Plakat für die letzte Olympia-Abstimmung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Nein-Kampagne für das neue Olympiaprojekt steht. Inhaltlich ist das Material jetzt aber überholt. Keystone

Zufrieden mit Transparenz: Der Bündner SP-Präsident Philipp Wilhelm ist grundsätzlich zufrieden damit, dass die Regierung das Olympiakonzept nun vorgelegt hat: «Nun können alle Bündnerinnen und Bündner sehen, was denn da konkret ausgearbeitet wurde.» Im Vorfeld haben die Kritiker immer wieder bemängelt, dass das Konzept unter Verschluss bleiben sollte.

Kritikpunkte bleiben: Auch nach dem ersten Blick in das Konzept bleibt Wilhelm aber kritisch: «Nun sieht man, dass es doch nicht ganz ohne temporäre Bauten und umfassende Sanierungsarbeiten geht.» Unter anderem soll das Churer Hallenstadion für die Curlingwettbewerbe ausgebaut werden.

Abstimmungsunterlagen sind nun falsch: Für die SP ergibt sich noch ein Problem. Sie hat nämlich sämtliche Unterlagen für den Abstimmungskampf bereits gedruckt. Und in den Flyern wird kritisiert, dass das Konzept geheim ist – eine Kritik, die jetzt überholt ist.