Caviezel nach dem WEF: «Mir sind die Hände gebunden»

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist zu gross geworden. Dieser Meinung sind die Organisatoren und auch die Gemeinde Davos. Eine Woche nach dem Treffen gibt es aber noch keine Lösung. Der Davoser Landammann Tarzisius Caviezel sieht auch wenig Handlungsspielraum.

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Bildlegende: Über die Grösse des Weltwirtschaftsforums in Davos wird seit Jahren diskutiert. Keystone

«Man muss vorsichtig sein», sagt Caviezel. Wenn Davos zu enge Grenzen setze, dann bestehe die Gefahr, dass das WEF von Davos wegziehe. Das will Caviezel natürlich nicht riskieren. Das WEF beschert Davos rund 50 Millionen Franken Umsatz, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Problematisch findet Caviezel vor allem die sogenannten Trittbrettfahrer, also Firmen und Organisationen, welche keinen direkten Zusammenhang mit dem WEF haben und dennoch zu dieser Zeit in Davos Veranstaltungen organisieren. Das führt zu mehr Verkehrs- und Platzproblemen.

Caviezel betont aber, dass sein Handlungsspielraum klein sei. Es gebe Gesetze, welche die Gemeinde umzusetzen habe. «Wir müssen alle gleich behandeln.»