Chur wird für Auswärtige teurer

Die Stadt Chur will ihre Finanzen wieder ins Lot bringen. Das merken nun auch Nicht-Churer. Auswärtige zahlen ab diesem Sommer mehr, beispielsweise für den Badi-Eintritt. Der Preis könnte sich für sie gar verdoppeln.

Urs Marti am Schreibtisch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hofft auf Einnahmen von rund 400'000 Franken: Stadtpräsident Urs Marti. SRF

Heute zahlen Badi-Besucher in Chur 7.50 Franken. Für Churer soll das auch so bleiben. Felsberger, Zürcher oder andere Auswärtige müssen jedoch bald massiv mehr bezahlen. 11 bis 15 Franken schweben Stadtpräsident Urs Marti (FDP) vor.

Eine Verdoppelung der Preise kann sich Marti durchaus vorstellen. Chur sei damit noch immer nicht zu teuer: «Wenn man mit anderen Badeanstalten vergleicht, dann sind diese teilweise noch massiv höher», sagt Marti im «Regionaljournal» von Radio SRF.

Schon auf die Sommersaison 2015 sollen die neuen Tarife gelten. Wie hoch die Mehreinnahmen für die Stadt dank dem Einheimischentarif wären, ist noch nicht klar. Der Stadtpräsident hofft aber auf rund 400'000 Franken.

Auch Schlittschuh laufen und lesen wird teurer

Die Badeanstalten wären zwar die Haupteinnahmequellen, aber bei weitem nicht die Einzige: Auch Eisfelder, Bibliotheken, zudem eventuell der Stadtbus, die Bergbahn Brambrüesch und das Theater sollen teurer werden. Churer erhalten eine Karte, mit der sie sich als Einheimische ausweisen und von den bisherigen Tarifen profitieren können.

Damit setzt die Regierung nun den Willen des Stadtparlaments um. Chur finanziere viele Angebote für die ganze Region. Das könne man sich heute nicht mehr leisten, so die Begründung.