«Der Abschuss der Mutterkuh war notwendig»

Auf der Rieberalp zwischen Rinerhorn und Davos Monstein hat ein Wildhüter eine Mutterkuh erschossen. Diese hat laut Kantonspolizei einen Wanderer angegriffen und war deshalb ein Gefahrenpotenzial. Der Abschuss wirft Fragen auf.

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Bildlegende: Mit Warnschildern machen die Besitzer auf die Gefahren bei Mutterkühe aufmerksam. Keystone

Als die Kantonspolizei Graubünden den Wildhüter aufbietet, ist der Wanderer längst im Tal. Da die Mutterkuh durch das Alppersonal nicht beruhigt werden konnte, entschied sich die Polizei die Kuh zum Abschuss freizugeben.

Betäubung keine Option

Eine andere Möglichkeit gab es laut Daniel Zinsli, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, nicht: «Eine Betäubung kam nicht in Frage, da das Gelände zu steil war und die Kuh sehr wahrscheinlich abgestürzt wäre.»

Dieser Entscheid sei sicher wohlüberlegt, meint Thomas Roffler, Präsident des Bündner Bauernverbandes. Auch wenn so ein Abschuss traurig sei für einen Bauern, eine aggressive Kuhl wolle niemand in seiner Herde.

Im Moment ist der Wanderweg zwischen Rinerhorn und Davos Mondstein noch geschlossen. Er soll laut den Bergbahnen Rinerhorn ab Donnerstag wieder offen sein.