Der Tag nachdem der Zug für den neuen Bahnhof abgefahren ist

Zu teuer, wenig durchsichtig, unnötig, zu viele Details: So kommentieren die Leute auf der Strasse das Nein der St. Moritzer zu einem neuen modernen Bahnhofsplatz. Der Tourismusverband seinerseits beklagt, dass der Nobelkurort es verpasste, sich eine neue Visitenkarte zu geben.

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Bildlegende: Zu teuer, wenig durchsichtig, unnötig, zu viele Details: Das Fazit zum modernen Bahnhofsplatz ist vernichtend. Keystone

Der Tourismusverband will aber nicht schuld sein, dass das Volk Nein sagte. Es sei kein touristisches Projekt gewesen, heisst es auf Anfrage. Allerdings: Bei einer nächsten Abstimmung will sich die Organisation mehr engagieren, damit das Volk Ja zu einer neuen Visitenkarte sage.

In den nächsten Tagen wollen sich Bund, Kanton, die Gemeinde und die RhB an einen Tisch setzen. Dann soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Ziel ist, dass St. Moritz wohl in einer abgespeckten Form doch noch zu einem neuen Bahnhof kommt. Und zwar spätestens bis 2017, wenn in diesem Bündner Wintersportort die Ski-WM stattfindet.