Die Zürcher Investoren hinter dem HCD

Seit 2006 steht mit dem Kristallclub eine Gruppe von Investoren hinter dem Hockey Club Davos. Die 60 Mitglieder stammen zu einem grossen Teil aus der Region rund um den Zürichsee.

Blick auf die verschneite Eishalle in Davos. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Davoser Eishalle, nicht nur Heimat des HCD, sondern auch des Kristallclubs. Keystone

Im Jahr 2004, der HCD erholte sich damals gerade von einer finanziellen Krise, entstand die Idee: Eine Gruppe von Investoren soll eine Art finanzielle Rückversicherung für den Club bilden. Verwaltungsratsmitglied Roberto Lombardini wurde damit beauftragt, sich auf die Suche nach geeigneten Investoren zu machen.

«Ich habe mir damals eine Ausgabe der Bilanz angeschaut, in der die 300 reichsten Schweizer aufgelistet wurden. Und begann zu prüfen, welche davon eine Wohnung in Davos oder Klosters besitzen», erinnert sich Lombardini. Schnell waren die ersten 20 Mitglieder gefunden.

«  In den zehn Jahren gewannen wir fünf Meistertitel. Das entschädigt uns für den finanziellen Aufwand. »

Dieter Albrecht
Präsident Kristallclub

Heute verfügt der Kristallclub über 60 Mitglieder. 57 davon leben im Rheintal, im Fürstentum Liechtenstein oder am Zürichsee. Sie bezahlen dem HCD jährlich 25'000 Franken - mindestens. Besteht Bedarf nach zusätzlichem Geld, sind die Investoren ebenfalls bereit, dieses zu bezahlen.

«Cüpli-Verbot» im Stadion

Der Kristallclub versteht sich aber nicht als Donatorengruppe, sondern als Fanclub. «In den zehn Jahren, in denen es den Kristallclub nun gibt, wurden wir fünf mal Meister. Das entschädigt uns genug für unseren finanziellen Aufwand», so der Präsident Dieter Albrecht. Auch will er nichts von einer «Cüpli-Stimmung» an den Matches wissen: «Das Cüpli wurde aus unserer Getränkeliste verbannt.»