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Graubünden Gefängnisneubau in Realta beginnt

Die Bauarbeiten zum neuen Gefängnis in Realta im Kanton Graubünden haben begonnen. Dadurch verfügen die Ostschweizer Kantone ab Ende 2019 über 152 Gefängnisplätze mehr.

Veranschlagt sind Baukosten von 119 Millionen Franken. Davon bezahlt der Kanton Graubünden 86 Millionen Franken, der Bund übernimmt 33 Millionen Franken. Insgesamt gibt es 152 Plätze, davon sind 100 Plätze für den normalen Vollzug geplant, 20 für Straftäter mit psychischen Störungen sowie zehn für ältere Gefangene. Auch für den Vollzug an Frauen und Jugendlichen sind Plätze vorgesehen.

«Generationenbau für mehrere Kantone»

Das Gefängnis bedeutet für die Region Domleschg/Heinzenberg ein erhebliches Wertschöpfungspotential, aber auch für ganz Graubünden, wie Regierungsrat Mario Cavigelli betonte. Die Anstalt beschäftigt dereinst 110 Mitarbeitende, wobei 80 Stellen neu geschaffen werden. Die anderen 30 werden von der Vollzugsanstalt Sennhof in Chur nach Mittelbünden verlegt. Gefängnis-Neubauten seien selten. Es gebe kaum Architekten, welche zwei Anstalten in ihrem Berufsleben bauen könnten, so der Regierungsrat weiter.

Zu wenig Platz:

Gesamtschweizerisch fehlen derzeit etwa 980 Plätze im geschlossenen Strafvollzug. Im Ostschweizer Strafvollzugskonkordat, bei welchem der Kanton Graubünden Mitglied ist, fehlen mindestens 140 zusätzliche Plätze. Das neue Gefängnis hilft bei den Engpässen: Mehr Plätze dank neuem Gefängnis

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