Graubünden verschiebt Einzug der Asylsuchenden

Der Kanton Graubünden hält an der Nutzung des Hotels Rustico in Laax als Asylunterkunft fest. Die Asylsuchenden können allerdings noch nicht einziehen, da sich der Kanton und die Gemeinde noch vor Gericht streiten.

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Bildlegende: Eine private Investorengruppe will das Hotel mit Unterstützung der Gemeinde kaufen. Keystone

Die Bündner Regierung will das Laaxer Hotel aber nicht kaufen. Ein Erwerb stünde nicht mit dem kantonalen Konzept in Einklang, das ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gemieteten und eigenen Liegenschaften im Asylwesen vorsehe.

Justizdirektor Christian Rathgeb erklärte, der Kanton wolle am Mietvertrag für das Hotel «Rustico» als Transitzentrum für rund 100 Personen festhalten. «Wir haben die Hausschlüssel», sagte er.

Gemeinde stellt sich quer

Allerdings wurde aus dem geplanten Bezugstermin am 1. Juli nichts. Das Bündner Verwaltungsgericht muss zuerst den Rechtsstreit zwischen dem Kanton und der Gemeinde Laax entscheiden. Die Gemeinde versucht seit Wochen, die Nutzung des Hotels als Asylunterkunft zu verhindern.

Für die nächsten paar Monate springt die Gemeinde Davos ein: Um die dem Kanton Graubünden vom Bund zugeteilten Asylsuchenden unterbringen zu können, wurde das Mietverhältnis für das Transitzentrum Schiabach verlängert.