Grossräte fürchten mehr Schutzgebiete

Gleich zwei Grossräte wandten sich am Mittwoch an die Bündner Regierung, weil ihnen ein geplanter Ausbau der geschützten Moorlandschaften und Biotopen Kopfschmerzen bereitet.

Schilf am Rande eines Moors. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Moore sind wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tiere und Pflanzen. Keystone

Alle paar Jahre wird das Inventar der Moorlandschaften und Biotope von nationaler Bedeutung angepasst. So auch in diesen Wochen. Der Bund plant dabei, in Graubünden neue Schutzgebiete aufzunehmen.

Im Grossen Rat Graubünden hat das gleich zu zwei Fragen in der Fragestunde vom Mittwoch geführt. Sowohl Silvia Casutt Derungs (CVP) als auch Roman Hug (SVP) betonten dabei, ein Ausbau der Schutzgebiete hätte negative wirtschaftliche Folgen. Damit gehe nämlich Bauland verloren, das für Industrie und Tourismus wichtig sei.

Regierungsrat Martin Jäger äusserte sich ebenfalls kritisch gegenüber den neuen Schutzgebieten. In den Gemeinden hätten diese Pläne kaum Rückhalt. Die Regierung überlege sich deshalb, sich in der Stellungnahme gegenüber dem Bund gegen den Ausbau auszusprechen.