Heisser Streit um die Bahn zum UNESCO-Welterbe

Seit Jahren wird um die Erschliessung des UNESCO-Welterbes Sardona mit der Cassons-Bahn gestritten. Jetzt wird in der Gemeinde Flims über einen Projektierungskredit abgestimmt. Im Regionaljournal streiten sich Gegner und Befürworter.

Showdown für die rund 60-jährige Cassons-Bahn: Ende Jahr muss sie stillgelegt werden, weil die Betriebsbewilligung ausläuft. Die Gemeinde und die Weisse Arena Gruppe (WAG) wollen ein neues Projekt, die Gruppe «Pro Flims-Cassons» will die bisherige Bahn erhalten.

Streitgespräch

Hans Sutter von «Pro Flims-Cassons» streitet sich im Regionaljournal mit dem Flimser Gemeindepräsidenten Adrian Steiger. Die Gemeinde legt einen Projektierungskredit von 850‘000 Franken vor. Mit diesem soll die sogenannte Y-Variante ausgeschaffen werden: eine Cassons Erschliessung via das Gebiet Startgels, welche auch dem Wintersport dient. Deshalb zahlt die WAG die Hälfte des Projektierungskredites.

Zu langer Unterbruch

Sutter kritisiert den Kredit und das Projekt vor allem auch deshalb, weil die Gemeinde die Erhaltung der Cassons-Bahn «nie ernsthaft prüfte». Und vor allem kritisiert er auch den Umstand, dass es zu einem längeren für Flims nicht akzeptierbaren Unterbruch käme – einer Zeit in der die Tektonikarena Sardona nicht erschlossen sei.

Vorteil für Flims

Steiger hingegen streicht den Vorteil der neuen Cassons-Erschliessung hervor. Dank dieser werde die Flimser Seite auch im Sommer attraktiver. Den Gästen werde ein moderner Zugang in die Bergwelt erschlossen und die Tektonikarena erhalte entsprechende Aufmerksamkeit.