Informatik für Schulkinder: Graubünden lässt sich Zeit

Der Grosse Rat will, dass Schulkinder lernen, mit neuer Technologie richtig umzugehen. Das entsprechende Schulkonzept wird allerdings erst in ein paar Jahren, mit dem Lehrplan 21, eingeführt.

Ein Mädchen arbeitet an einem Ipad Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bündner Kinder sollen in ein paar Jahren an den Schulen lernen mit Tablets umzugehen. Keystone

CVP-Grossrat Luca Tenchio, der Präsident der zuständigen Kommission, will keine Zeit verlieren: Man solle im Kanton ein Informatik-Konzept möglichst bald einführen. Dazu fordert er ausserdem eine zentrale Beratungsstelle für Gemeinden und Lehrpersonen. Diese sei bei solch einem Komplexen Thema notwendig.

Die Regierung hingegen bremst dieses Anliegen. Zwar wolle man ein Konzept ausarbeiten, dieses jedoch erst in ein paar Jahren, zusammen mit dem Lehrplan 21 einführen. Für eine Beratungsstelle habe man kein Geld.

Die Mehrheit des Grossen Rates folgt schlussendlich der Regierung. Der Unterricht im Umgang mit neuen Medien wird somit erst in ein paar Jahren in den Bündner Schulzimmern Einzug halten.