Kanton Graubünden hilft Gemeinden aus Zweitwohnungs-Dilemma

Die Zweitwohnungsinitiative hat viele Gemeinden überrumpelt und vor Probleme gestellt. Der Kanton Graubünden gibt nun einen Leitfaden heraus.

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Bildlegende: Umsetzung schwierig: Zweitwohnungen in Lenzerheide-Valbella. Keystone

Seit dem ersten Januar gilt die Verordnung zur Beschränkung des Zweitwohnungsbaus. Zu diesem Anlass hat der Kanton einen Ratgeber veröffentlicht, der die Gemeinden durch klarere Regeln bei Baubewilligungen entlasten soll. Betroffen sind in Graubünden 146 Gemeinden, die einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent haben.

An Grenzen gestossen

Nicht nur in einzelnen Gemeinden, sondern auch beim Kanton Graubünden sei man nach der Annahme der Initiative an seine Grenzen gelangt, sagt Richard Atzmüller vom Amt für Raumentwicklung gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden».

Die Initiative verlangt, dass der Bau von Zweitwohnungen in allen Gemeinden beschränkt wird. Die genaue Umsetzung der Initiative hat aber zu Verwirrung geführt.

Absprache zwischen den Kantonen

Der Leitfaden ist laut Richard Atzmüller speziell auf den Kanton Graubünden zugeschnitten. Sollte dieser aber das Gesetz anders interpretieren als andere Kantone, wären Anpassungen nötig, so Atzmüller weiter.