Kriminalstatistik: Weniger Delikte in Graubünden

Im Kanton Graubünden wurden im vergangenen Jahr 9448 Straftaten erfasst. Das sind 637 weniger als im Jahr zuvor. Weniger Strafttaten gab es vor allem wegen eines Rückgangs bei den Vermögensdelikten (minus 19%).

Polizeiauto aus Graubünden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weniger Straftaten im Kanton Graubünden im Jahr 2015. Keystone

Die Gesamtaufklärungsquote im ganzen Kanton liegt bei 36.6 % (plus 2%). Für die Delikte gegen Leib und Leben sowie gegen die sexuelle Integrität liegt sie gar bei über 90%. Zu Vermögensdelikten liegen meist wenige Anhaltspunkte vor, zudem erfordern sie aufwendige Abklärungen. Ihre Aufklärungsquote liegt bei 23,2%, analog des Vorjahrs.

Dauerbrenner Einbruch- und Einschleichediebstahl

Dem schweizweiten Trend entsprechend sind im Kanton Graubünden im vergangenen Jahr die Zahlen über die Massendelikte wie Diebstähle und Einbruchdiebstähle zurückgegangen. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten sank um 637 auf 9448.

«  Der Einbruch- und der Einschleichediebstahl gelten als Massendelikte, die mit einer erheblichen kriminellen Energie verbunden sind. »

Gianfranco Albertini
Chef der Kriminalpolizei Graubünden

Um 19 Prozent und somit überdurchschnittlich gesunken ist die Zahl der Vermögensdelikte (4547). Und bei den Vermögensdelikten wiederum wurden 2392 Diebstähle (ohne Fahrzeuge) registriert, was einem Rückgang zum Vorjahr um 17 Prozent entspricht.