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Defizitäre Zeitung «La Quotidiana» wird Gesprächsstoff für den Grossen Rat

Zeitung
Legende: Die Zukunft der romanischen Tageszeitung «La Quotidiana» ist ungewiss. SRF Marc Melcher

Die rätoromanische Tageszeitung «La Quotidiana» steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Leser werden weniger, das Geschäft ist defizitär. CVP-Grossrat und Gemeindepräsident von Ilanz, Aurelio Casanova, will nun eine Debatte im Bündner Parlament lancieren, wie der Radiosender RTR berichtet. Casanova will von der Regierung wissen, welche Möglichkeiten es gibt, um die Zeitung zu unterstützen.

Seit der Verlag Somedia mitgeteilt hat, dass er die Quotidiana nur noch bis Ende Jahr finanziert, ist die Zukunft der defizitären Zeitung ungewiss. Die Bündner Regierung hat sich schon vor einiger Zeit dazu geäussert: Es sei nicht möglich, einer einzelnen Zeitung unter die Arme zu greifen.

Ein ähnlicher Vorstoss wie von Casanova wurde bereits im nationalen Parlament von Nationalrat Martin Candinas eingereicht. Er fordert vom Bund Geld für die romanische Tageszeitung. Beides sind CVP-Politiker aus der Surselva. Von dort stammen zwei Drittel der Quotidiana-Leser und -Leserinnen, die Zeitung ist im Oberland traditionell stark verankert.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Samuel Nogler (semi-arid)
    Durch den Aufkauf der lokalen Romanischen Zeitungen vor Jahren mit Verärgerung vieler Rhätoromanen, hat sich die Quotidiana ins eigene Fleisch geschnitten. Mit vielen Veröffentlichungen in der unsinnigen Kunstsprache "Rumantsch Grischun", die niemand spricht oder schreibt, lassen sich kaum Kunden gewinnen. Besser wäre es, wieder lokale Wochenzeitungen in den 6 Idioms einzuführen und die Quotidiana sterben zu lassen. Gruss eines früheren Fögl Ladin Lesers (bevor Quotidiana es zerstörte).
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