Landschaftsschutz Schweiz will Gebühr für Nationalparkstrasse

Die Stiftung Landschaftsschutz (SL) Schweiz fordert für die Benutzung der Strasse im Schweizerischen Nationalpark im Engadin eine Gebühr (Maut). Die SL betont, dass die Strassen in den nordamerikanischen Nationalpärken ebenfalls gebührenpflichtig seien.

Ein Postauto auf einer Strasse, im Hintergrund viel Wald. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer durch den Nationalpark fährt, soll bezahlen. So will es die Stiftung Landschaftsschutz. Keystone

Zudem ist die Einführung einer Maut im norditalienischen Stelvio-Nationalpark ein Thema, wie die SL am Montag mitteilte. Die Stiftung meldete sich zu Wort im Verfahren um die Sanierung eines 280 Meter langen Teilstücks der Ofenbergstrasse.

Die SL teilte mit, die Einsprache richte sich nicht gegen die Sanierungsarbeiten, sondern bezwecke die Erarbeitung von verkehrslenkenden Massnahmen. Der Zeitpunkt sei gekommen, um die bereits früher formulierten Vorschläge für Geschwindigkeitsbegrenzungen zumindest an neuralgischen Punkten sowie für Benutzungsgebühren aufzugreifen.

«Viele Wanderwege an der Nationalparkstrasse sind an besonders verkehrsreichen Tagen kaum zu benützen», sagt Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz. Wer Ruhe suche an solchen Wochenenden, müsse den Nationalpark meiden, so Rodewald weiter.

Bei der Direktion des Nationalparks findet man den Vorstoss der Umweltorganisation gut. «Wie so etwas aber umgesetzt werden kann, das steht in den Sternen», sagt Parkdirektor Heinrich Haller. Schliesslich sei die Ofenpassstrasse eine Durchgangsstrasse.

Bei der Bündner Regierung hat man noch keine Kenntnisse vom Vorschlag der Stiftung Landschaftsschutz. Man werde die Argumente im Rahmen der Einsprache aber prüfen, heisst es auf Anfrage.