Kantonsrat Graubünden Lange und emotionale Olympia-Diskussion

Die Diskussion im Grossen Rat um den 25-Millionen-Kredit für die erste Planung der Olympischen Spiele 2026 dauerte den ganzen Montagnachmittag. Der Rat wird erst morgen Dienstag abstimmen.

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Graubünden will es erneut versuchen

2:52 min, aus Schweiz aktuell vom 5.12.2016

Die Diskussion verlief emotional, neue Argumente Pro und Kontra kamen nicht auf. Von den grossen Parteien wehrte sich einzig die SP gegen den Kredit. Sie erhielt Unterstützung von den Grünliberalen. Und die Diskussion zementierte auch die bereits bekannte Ausgangslage: Die Bürgerlichen sind geschlossen für Olympia 2026. Der Rat wird deshalb dem Kredit zustimmen.

Ein Rückweisungsantrag der SP scheiterte klar mit 98 zu 17 Stimmen. Das Parlament wird morgen die Botschaft im Detail beraten. Das Volk soll anfangs Februar 2017 an der Urne über den Kredit befinden.

Bekannte Haltungen

In teilweise sehr persönlichen Voten wurde die Sichtweise dargelegt. Die Gegner hatten einen schweren Stand: Ihr Hauptargument, dass zu viel noch nicht bekannt sei und das Volk quasi «blind» abstimmen müsse, wurde von den Bürgerlichen entschieden zurückgewiesen. Es ginge bei dieser Abstimmung ja genau darum, in einem Konzept diese Grundlagen zu erarbeiten. Dazu sei eben der Kredit nötig.

Hauptargument Wirtschaft

Die Promotoren von Olympia 2026 in Graubünden sehen diesen Anlass vor allem als Wirtschaftsmotor. Olympia werde im Bergkanton neue Impulse auslösen. Diesem Argument widersprachen die Gegner vehement, allerdings erfolglos.

Der Grosse Rat hat Eintreten bechlossen; die Detailberatung findet morgen statt. Das Ja ist vorprogrammiert – das Volk wird wohl anfangs Februar 2017 über diesen 25-Millionen-Kredit abstimmen.