Leise rieselt der Kunstschnee

In vielen Skigebieten lautet die Devise bereits seit längerem «technischer Schnee». Die Zahlen dazu sind eindrücklich: Alleine für einen Kubikmeter Schnee braucht es bis zu 500 Liter Wasser. Was steht auf dem Spiel und wie lange lohnt es sich noch – Gegner und Befürworter im Streitgespräch.

Macht es Sinn, für 1,5 Millionen Franken einen einzigen Ski-Lift auf weniger als 1000 Meter über Meer zu beschneien? Die Genossenschaft Schnee-Horn im Kanton Appenzell Innerrhoden hat diese Frage mit Ja beantwortet. Im Streitgespräch des «Regionaljournal Graubünden» kann Marcus Gschwend als Vertreter der Bergbahnen diesen Entscheid nachvollziehen.

«  Eine beschneite Piste lässt sich als Freizeitangebot mit einem Hallenbad vergleichen. »

Marcus Gschwend
Geschäftsführer Bergbahnen Graubünden

Ein grosses Fragezeichen hingegen macht Katharina Conradin. Sie ist die Geschäftsführerin der Umweltschutzorganisation Mountain Wilderness. Zu gross sei der Ressourcenverbrauch für die Kunstschneeproduktion, der Mensch könne sich nicht nach Belieben die Umwelt untertan machen.

«  Wir können die Natur nicht nur nach unseren Bedürfnissen gestalten. »

Katharina Conradin
Geschäftsführerin Mountain Wilderness

Im Streitgespräch (siehe oben) diskutieren die beiden Kontrahenten über die Zukunft der alpinen Skigebiete, wieso der Schnee pünktlich im Dezember bereit liegen muss und alternative Wirtschaftsmodelle.

Schnee-Betrachtungen

SRF1, Regionaljournal Graubünden und Ostschweiz, 17:30 Uhr; habs