Mit Gift gegen Tausendfüssler-Plage

Tausendfüssler bevölkern wieder Wohnhäuser in Nord- und Mittelbünden. Besonders krass zeigt sich das Phänomen in Flims.

Am Abend krabbeln die Tierchen an Hausfassaden hoch, bei Tageseinbruch verkriechen sie sich wieder im Boden. Dieses Phänomen tritt jetzt im Herbst wieder vermehrt auf. Nach wie vor ist die Gemeinde Flims am stärksten von der Tausendfüssler-Plage betroffen.

Schädlingsbekämpferin mit Atemschutz und Sprühvorrichtung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kammerjäger bekämpfen die Tausendfüssler mit Gift. SRF

Der Tausendfüssler gilt nicht als Schädling. Er hat im Ökosystem eine wichtige Funktion, da er sich von toten Pflanzen ernährt. Dennoch rufen viele Hausbewohner nach Schädlingsbekämpfern, da die Tiere jeweils massenhaft an Hausfassaden auftreten und auch ihren Weg ins Innere der Häuser finden. Ausserdem stinkt es, wenn die Tausendfüssler sterben.

Schädlingsbekämpfer Sandro Derungs hat zurzeit gleich mehrere Aufträge im Zusammenhang mit den Tausendfüsslern. Er äussert Verständnis für den Unmut der Hausbewohner: «Für die Mieter ist es in erster Linie ekelhaft.» Er habe schon Liegenschaften gesehen, auf denen rund ums Haus «alles schwarz» gewesen sei, wie der Kammerjäger im «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF sagte. Die Ursache für die Tausendfüssler-Invasion ist unklar.