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Graubünden Neues Schulgesetz in Ilanz stärkt das Romanische

Das Parlament der fusionierten Gemeinde Ilanz/Glion hat gestern ein neues Schulgesetz beraten und abgesegnet. In den Fraktionen wird weiterhin Romanisch unterrichtet. In Ilanz wird es neben Deutsch mehrere zweisprachige Modelle geben.

Bleistift zeigt auf Wörterbuch
Legende: Das neue Schulgesetz stärkt das Romanische. Keystone

Rund um die Grossfusion «Ilanz Plus» wurde in den letzten Monaten intensiv über ein neues Schulgesetz diskutiert. Nun hat das Parlament den Gesetzesentwurf diskutiert, angepasst und abgesegnet.

Die Schulsprachen werden in Zukunft Deutsch und Sursilvan sein. In allen Fraktionen wird weiterhin in Romanisch unterrichtet. In der deutschen Stadt Ilanz wird es neben einer rein deutschen Schule auch verschiedene zweisprachige Modelle geben.

Angst vor «Ghettoisierung»

Bei der Schulwahl sind die Eltern nicht ganz frei. Ein Passus im neuen Gesetz erlaubt es dem Schulrat mitzureden. Dies wurde so festgelegt, um eine «Ghettoisierung» zu verhindern.

An der deutschen Schule in Ilanz hat es heute viele Ausländerkinder. «Es wurde befürchtet, dass Eltern ihre Kinder in die romanische oder in die zweisprachige Schule schicken könnten, um mögliche Nachteile an der deutschen Schule zu umgehen», sagt RTR-Korrespondent Linus Livers im Gespräch mit dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF1.

RTR-Journalist Linus Livers hat die Entstehung des neuen Schulgesetzes begleitet und beobachtet. Am Ende des Prozesses sagt er: «Das Romanische kommt gut weg in diesem neuen Gesetz, aber man hätte auch noch mehr machen können».

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