Graubünden 2022: Viele Potenziale, viele Ungewissheiten

Graubünden könnte von Olympischen Winterspielen profitieren mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von bis zu 2%. Das sagt eine Studie der Hochschule Luzern und der Berner Fachhochschule. In wie fern diese Potenziale ausgeschöpft werden, sei indes schwierig zu beurteilen.

Es wäre der grösste je in der Schweiz durchgeführte Sportanlass. Doch lohnen sich Olympische Winterspiele in Davos und St. Moritz auch? Diese Fragen beantwortet nun eine Wertschöpfungsstudie. Die Promotoren haben sie in Auftrag gegeben.

Von Olympia würde Graubünden profitieren

Vor allem Graubünden würde profitieren, kommt die Studie zum Schluss: Mit zusätzlichen Logiernächten vor und während den Spielen sowie mehr Steuereinnahmen.

In Graubünden könnte die Wirtschaft wegen Olympia jährlich bis zu zwei Prozent wachsen. Schweizweit lässt sich bezüglich Wirtschaftswachstum kein Effekt feststellen.

Umstrittenes Studiendesign

Kritisch gegenüber solchen Studien ist Reto Föllmi, Professor an der Universität St. Gallen: Spiele würden in erster Linie kosten, nur von Wertschöpfung zu sprechen sei deshalb falsch.