Olympia am WEF

Mögliche Olympische Winterspiele in Graubünden werfen ihren Schatten auch auf das diesjährige WEF. An einer öffentlichen Podiumsveranstaltung in Davos diskutierten Wirtschaftsleute und Bundespräsident Ueli Maurer über sportliche Grossveranstaltungen.

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Bildlegende: Peter Sauber (links) und Ueli Maurer über „sportliche Grossveranstaltungen“ in Davos am Rande des WEF. Keystone

Zum zehnten Mal findet neben dem WEF auch das „Open Forum“ statt, eine öffentliche Veranstaltungsreihe für die Bevölkerung. Beim Thema „Sportliche Grossveranstaltungen: Wem nützen sie?“ standen die Chancen im Vordergrund. 

Auf dem Podium hatten sich vor allem Befürworter versammelt: SVP-Bundespräsident Ueli Maurer, Verwaltungsrat Jean-Claude Biver von der Uhrenfirma Hublot, Jürgen Griesbeck, Geschäftsführer „streetfootballworld“, Formel1-Unternehmer Peter Sauber und Jeff Shell vom Medienunternehmen NBC.

Das Sportfest selber steht am Rande

Die Diskussion kreiste bald um mögliche Olympische Spiele 2022 in Davos und St. Moritz. Bundespräsident Ueli Maurer betonte die Vorteile wie Stärkung des Wintertourismus oder des Schweizer Image, unterstützt von Jean-Claude Biver, der die Chancen für die Jugend beschwor.

Eine Mittelschülerin aus dem Publikum stellte anschliessend fest, dass sich Jugendliche 2022 ein Ticket für die Spiele gar nicht leisten könnten. Darum gehe es auch nicht, antwortete Bundespräsident Ueli Maurer. Nicht das Sportfest, sondern das Projekt selber ermögliche Jugendlichen neue Perspektiven.

Wunsch und Wirklichkeit

Jürgen Griesbeck von „streetfootballworld“ gab zu bedenken, dass Sinn und Nutzen von Grossveranstaltungen für die Gesellschaft im Vordergrund stehen sollten: „Was ist relevant für die Schweiz 2022 und was kann ein Anlass dazu beitragen?“ Bundespräsident Ueli Maurer beantwortete die Frage mit den bekannten Zielen, nämlich Stärkung des Schweizer Image, des Wintertourismus und des Zusammenhalts.