Olympia-Snowboarder drücken wieder die Schulbank

Die Snowboarder aus dem Sportgymnasium Davos hatten nicht lange Zeit sich von Olympia zu erholen. Hablützel, Scherrer und Koch büffeln schon wieder Vokabeln und Formeln. Derweil arbeitet die Schule daran, den Sportnachwuchs auf weitere internationale Wettbewerbe vorzubereiten.

«Ich fasse es nicht», rief David Hablützel nach seinem fünften Halfpipe-Platz in Sotschi ins Fernsehmikrofon. Auf einen Schlag katapultierte sich der 17Jährige an die Snowboard Weltspitze.

Wenige Tage später ist Hablützel wieder zurück am Sportgymnasium Davos und muss den verpassten Schulstoff nachholen. Das Gleiche gilt auch für die anderen Olympia-Snowboarder Lucien Koch und Jan Scherrer. Die Umstellung ist nicht einfach: «Ich habe momentan extrem Mühe, mich auf den Schulstoff zu konzentrieren», sagt Koch im «Regionaljournal».

«Der Weg ist das Ziel»

Das Sportgymnasium Davos bringt immer wieder grosse Namen im Wintersport hervor. Auch Halfpipe-Olympiasieger Iouri Podladtchikov ging hier zur Schule.

Sportlich werden die Snowboarder am Davoser Sportgymnasium von Therry Brunner trainiert. Der ehemalige Profi hat selbst an zwei Olympischen Winterspielen teilgenommen. Brunner freut sich über die Erfolge von «seinen» Athleten. Man arbeite aber in Davos nicht auf ein spezielles Ereignis hin: «Der Weg ist das Ziel», sagte er gegenüber Radio SRF. Der Erfolg käme nur dann, wenn über lange Zeit hart gearbeitet werde.