Proporz-Komitee will Systemwechsel in Graubünden

Links und rechts spannen zusammen: Ein Komitee setzt sich für die Proporz-Initiative ein. Es ist schon der siebte Versuch, ein Systemwechsel für das Bündner Kantonsparlament herbeizuführen.

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Bildlegende: SP und SVP wollen mehr Vertreter in den Bündner Grossen Rat bringen. Keystone

An vorderster Front kämpfen SP und SVP für einen Systemwechsel. Der Proporz sei das gerechtere Wahlsystem, da der Willen des Wählers dadurch besser abgebildet werde. Unterstützt wird die Initiative ausserdem von der GLP, den Grünen und der EDU.

Gegner der Initiative sind die drei grossen Parteien im Bündner Parlament: FDP, CVP und BDP. Sie gaben zu bedenken, mit dem Proporzsystem sei nicht mehr gesichert, dass auch kleine Regionen des Kantons im Parlament vertreten sind.

Während beim Majorzsystem Personen gewählt werden, geben die Wählerinnen und Wähler beim Proporz ihre Stimme in erster Linie für eine Partei ab.

SP und SVP, die im Bündner Parlament im Moment eher untervertreten sind, dürften durch den Systemwechsel wohl zulegen. Die stärkste Fraktion stellt zur Zeit die FDP. Ihren einzigen Nationalratssitz (Proporz) hat die FDP 2011 hingegen verloren.

Das Bündner Stimmvolk entscheidet am dritten März über die Proporzinitiative. Zuvor waren bereits sieben Versuche, den Proporz in Graubünden einzuführen, an der Urne gescheitert.