Zu wenig Romanisch Regierung rügt Silvaplana

Die Bündner Regierung sagt Nein zum neuen Sprachenartikel in der Verfassung von Silvaplana. Die Gemeinde wollte der deutschen Sprache mehr Gewicht geben und damit der aktuellen Sprachsituation Rechnung tragen.

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Bildlegende: Der Sprachenartikel bleibt eine Baustelle. Keystone

Silvaplana wollte der deutschen Sprache mehr Gewicht geben und damit der aktuellen Sprachsituation Rechnung tragen. Teil der Totalrevision der Gemeindeverfassung bildete die Neuformulierung des Sprachenartikels. Deutsch und Romanisch hätten als Amtssprachen beibehalten werden sollen. Neu hätten indes Gesetze und Verordnungen nur auf Deutsch abgefasst und die Kommunikation der Gemeinde im Allgemeinen auf Deutsch erfolgen sollen. Das Rätoromanische hätte angemessen berücksichtigt werden sollen.

Silvaplana verletzt übergeordnetes Recht

Die Bündner Regierung hat jedoch die geplante Änderung der Amtssprachenregelung nicht goutiert. Sie sieht übergeordnetes Recht verletzt, wie sie am Mittwoch mitteilte. Es müssten die sprachenrechtlichen Prinzipien berücksichtigt werden. Deshalb sei eine grundsätzliche Gleichbehandlung der beiden Amtssprachen Deutsch und Rätoromanisch zu fordern.