Rheinschlucht: Die Rangers kommen

Um die Zukunft der Rheinschlucht zu regeln, haben die Behörden den regionalen Richtplan angepasst. Darüber entscheiden wird das Regionale Parlament der Surselva. Parallel dazu ringt eine Arbeitsgruppe um Lösungen.

Rheinschlucht Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Rheinschlucht zieht rund 100'000 Besucher pro Jahr an Keystone

Ein Blick in den überarbeiteten regionalen Richtplan zeigt, wie sich die Rheinschlucht künftig entwickeln soll. Geplant ist ein Konzept, damit die Besucherströme besser gelenkt werden, die Information soll verbessert werden, aber auch die Kontrolle.

Ranger im Schweizer Grand Canyon

Für Ruhe und Ordnung in der Schlucht sollen Ranger sorgen. Diese Massnahmen wurden im überarbeiteten Richtplan festgeschrieben. In einer Studie von 2014 mit dem Titel «Besuchermanagement Ruinaulta» wird die Arbeit der Ranger bereits konkretisiert. Sie könnten die Besucher informieren und begleiten. Und falls sich die Wanderer nicht an Regeln halten, könnten diese «Schlucht-Polizisten» auch Bussen verteilen.

Arbeitsgruppe ringt nach Lösungen

Besonders brisant am Richtplan: Dieser sieht einen durchgehenden Wanderweg in der Schlucht vor, der umstritten ist. Die Umweltschützer sind dagegen. Ob sie bei dieser Position bleiben, ist offen. Offenbar haben die Umweltverbände nicht alle Türen zugeschlagen.

Aktuell arbeiten sie bei einer Arbeitsgruppe mit Vertretern des Kantons und der Region mit. Diese arbeitet den Massnahmenplan für die Zukunft der Schlucht aus. Geplant sind zehn Sitzungen in dieser Sache, zwei haben bereits stattgefunden. Öffentlich darüber informieren wollen die Verantwortlichen zu einem späteren Zeitpunkt.