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Graubünden Roland Huber: Vom Kurdirektor zum Standortentwickler

Ein Leben lang war Roland Huber im Tourismus tätig. Vom Engadin, über das Berneroberland bis in die Surselva hat er miterlebt wie sich die Branche in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Nicht nur zum Besseren, wie die Bilanz des Vollblut-Touristikers zeigt.

Legende: Audio Roland Huber zu Gast im Regionaljournal Graubünden abspielen.
12 min

In den Siebziger Jahren hat Roland Huber seine Karriere als Direktor des Kurvereins Bad Tarasp-Vulpera gestartet. 40 Jahre später ist er noch wenige Tage Geschäftsführer von Surselva Tourismus.

Auf die Unterschiede von damals und heute angesprochen sagt Huber im Gespräch mit dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF: «Damals war ein Kurdirektor von etwas Glamour umgeben und verbrachte viel Zeit mit den Gästen». Heute sei die Arbeit eine andere geworden: «Wir betreiben Standortmarketing, politische Arbeit und das Netzwerken ist entscheidend»

Die Gäste vernachlässigt

Der in Davos aufgewachsene Vollblut-Touristiker sagt, viele Veränderungen im Tourismus seien durchaus sinnvoll und nötig gewesen. Aber teilweise habe man über das Ziel hinausgeschossen:

Wir haben den Gast verloren, wir haben die Basis verloren.
Autor: Roland HuberGeschäftsführer Surselva Tourismus

Der scheidende Touristiker fordert, dass die Branche sich weniger mit E-Mails und Handys beschäftigt und wieder mehr den direkten Kontakt zu den Menschen, zu den Stammgästen sucht.

Werbeaktion in Zürich

Was er damit meint soll nächste Woche auch eine Marketingaktion in Zürich zeigen. Zusammen mit Graubünden Ferien wird seine Destination, Surselva Tourismus, in der Stadt für Ferien auf dem Lande weibeln. Mehr will Huber heute noch nicht verraten zu dieser Aktion. Sie zeigt aber, umtriebig bleibt der «Kurdirektor» bis zu seinem letzten Arbeitstag.