Romanische Volkszählung mit mässigem Erfolg

Die Sprachenorganisation Lia Rumantscha hat die Romanen vor rund einem Jahr dazu aufgerufen, sich zu registrieren. Bisher sind lediglich 4430 Personen diesem Aufruf gefolgt.

Ein Schild mit derm romanischen Wort Rusment und dem deutschen Wort Kehricht Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für wen ist es Kehricht, für wen Rusment? Dia Lia Rumantscha will herausfinden, wie viele Romanen es noch gibt. Keystone

Im Frühling 2015 hat die Lia Rumantscha eine Online-Volkszählung lanciert. Romanen aus allen Regionen sollten sich im Internet registrieren und so ein Signal senden: «Es gibt uns noch!» Hintergrund der Aktion: Die «Lia» ist unzufrieden mit der offiziellen Volkszählung des Bundes. Diese erfasse nicht alle Romanen, sondern nur jene in Graubünden.

Die Volkszählung der «Lia» ist bisher aber auf mässiges Interesse gestossen. Bisher haben sich 4430 Romanen bei der Lia Rumantscha registriert. «Wir haben Luft nach oben», sagt auch Projektleiter David Flepp.

Die Organisation will in den kommenden Wochen deshalb verstärkt für ihre Aktion werben. Ziel ist gemäss Flepp: «Wir wollen eine schöne Zahl erhalten, ob es nun 30'000 oder 60'000 Romanen sind.» Davon erhofft er sich mehr Unterstützung für die Romanen in der Schweiz.